http://www.deine-stimme-gegen-armut.de lokkemotion
. . . . und gerne mal ein Kommentar dalassen . . .

Samstag, 23. Juli 2011

kurzer mahnender Sermon zur Nachricht des Tages - Weckruf aus Norwegen

mir fehlen der Worte: natürlich will ich keinesfalls sagen das es mich freut, denn das tut es nicht,
aber ich hoffe inständig das wir aufwachen und endlich lernen, das Fundamentalismus immer scheiße ist.
wir schauen immer auf die bösen Islamisten und behaupten ja so ist der Islam eben.
das Problem ist aber der Fundamentalismus, und es ist dumm wenn (hauptsächlich) freikirchliche Christen immer wieder behaupten: "Ja ich bin Fundamentalist und das ist auch gut so! denn mein Fundament ist Jesus." son Quatsch Fundamentalismus so herzuleiten.
Wohin Fundamentalismus führt sehen wir nicht nur an 11/9 oder Madrid sondern auch jetzt wieder an den Anschlägen in Oslo und Utöya.
Und es ist eindeutlich scheißegal ob man sich bei seinem Fundamentalismus auf Jesus, Muhammad oder Mathematik beruft, dem Fundamentalisten geht es immer um seinen Eigenen Kopf und sein selbst gebasteltes Weltbild.
Dabei stützen religiöse Fundamentalisten sich auf ihre buchstäbliche Auslegung ihrer heiligen Schriften.
Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne wieder: das buchstäbliche verstehen einer Aussage bedeutet NICHT das man diese ernst nimmt sondern das Gegenteil. Fundamentalisten legen die Bibel aus wie der ehrwürdige Schalk Till Eulenspiegel. Der hat auch immer genau das gemacht was ihm die Leute sagten, und damit nie das was die Leute meinten.
Also ihr lieben Super-Christen: Fundamentalismus ist immer scheiße und ergebnis eines verwirrten Geistes.
Betet, geht in euch, redet mit weisen geistlichen GEschwistern und lernt bitte aus der norwegischen Katastrophe.
DAS ist mein Gebet

Montag, 21. Februar 2011

MEINE MEINUNG ZUR AKTUELLEN GUTTENBERG DEBATTE:

Die wollen doch ständig das man zitiert und paraphrasiert! Eigene Gedanken werden mit "Beleg???" oder " Behauptung!!!" im Korrekturrand markiert.
Wissenschaftliches Arbeiten (außer reine empirische Forschung) ist definiert als 'Zitationstechnik'. Handbücher dazu bestehen zu einem Drittel aus Hinweisen zu 'Zitationstechniken' und einen Drittel aus' Sammlung und Verwaltung von Material anderer Leute'.
Die Eliten-Bildung des Hochschulsystems zeigt sich darin, dass Nicht-Akademiker dies nicht wissen und auch nicht wissen sollen. Das ist der Grund warum die ganzen Hochschuloertreter auf die Schmutzkampagner der Politiker aufspringen, die einem beliebten Kollegen endlich den Schmutz auf der Weste markieren wollen.
Das Hochschulsystem unterstützt die Kampagne nur und schreit angewidert auf, damit ihre Methoden nicht bekannt werden.
(Karl Poppers kritischer Rationalismus wird ja auch geheimgehalten, damit keiner merkt, das man in der Wissenschaft gar nichts beweisen braucht - Was auch gut so ist wenn man den Grund versteht)

Samstag, 12. Februar 2011

stop and go

ich habe mich entschlossen heute keinen Tagebuch eintag merh vorzuneehmen, gestern viel er auch aus ich war mit drei mitarbeitern hier in Irish Pub bei nem Konzert.

Ich habe mich entschlossen die letzen Stunden morgen um hlab 3 bin ich hier weg zu genießen und für mich zu nutzen (ich guck zwar noch ein wenig in mein Bücher bzw. eien der zubewertenden Statistiken, aber das wars auch )

somit

STOP

das Klostertage buch ist beendet

und

GO

es geht weiter, ich habe ja ncoh viele Notizen, der aufendhalt wird hoffentlich nachwirken ich habe ncoh viele Gedanken und viel Material, aslo werden die einträge hier weiter gehen in hier neu begonnen Stil denk ich.

also immer mal wieder reingucken und schauen und wiegesagt gerne auch reagieren ich freue mich über Austausch (ich hätte der ne den dementspechenden Klappentext von Kard. Ratzingers/Benediks XVI. Jesus Buch zitiert, aber der fällt mir leider nicht ein und das Buch ahb ich zuhause)

ich hab übrigen süberlegt ein Freizeit zu planen zum Thema Formen, Gottesbilder udn Zugänge

"Laut und leise"

die idee: Freakstock und dann Gethsemane-Kloster
ein interessanter und krasser Kontrast und doch das gleiche Anliegen dem selben Gott zu begegen und zu erleben.  das ganze wird natürlcih begeleitet dun thematisch auf und bearbeitet...
ich denk dieses Jahr zu knapp, aber wer für sich, ode rteielr seirn Jugendgruppe interese anmeldet, dann schau ich mal wie und in welchem Rahmen ich das frü nächstes Jarh anbieten kann
ich bin ganz bezaubert von der Idee und dem darin steckenden Potenzial

naja also zu schause schreib ich wieder was

für heute also und hier also erstmla STOP

Donnerstag, 10. Februar 2011

Klostertagebuch: ÜBER FORMEN, von Liturgie und ein neues Wort: Nechustanie

Hab die Tage mit meinen Freund Sammy telefoniert.

Und wir haben uns über einiges Unterhalten, auch über meine Erfahrungen die ich hier machte und das ich dafür gerne werbe.

Und vor allem auch das ich versuchen irgendwas davon mit nach hause zunehmen.

Ohne wirklich ablehnend zu sein, (er findet meine Erfahrungen interessant und freut sich mit mir) meinte er: „aber naja das sind natürlich alles nur Formen

Stimmt!
Sind es!
Aber irgendwie ist doch ALLES nur Form.
Selbst das Wort Gottes in der Bibel ist nur die menschlich sprachliche Form etwas viel höheren.

Aber heute geht es mir um Liturgie.

Wir hatten für ein paar Tage einen jungen Mann aus einer Baptistengemeinde hier, der die Pastoren-Ausbildung anstrebt. Als ein anderer junger Mann ihn während des gemeinsamen Essens fragte was den Baptisten auszeichne, da er selber nur die evangelische Landeskirche und die russisch-orthodoxe Kirche kenne meinte der junge Baptist: Naja hm also neben der Tauffrage haben wir so gut wie null Liturgie“

Noch bevor ich widersprechen konnte, tat dies einer der Brüder hier, der selbst Sohn eines Baptisten-Pastors ist und wohl immer noch zu den Baptisten gehört.

Denn auch die Baptisten habe eine relativ feste Gottesdienst Ordnung und wenn es nur den Ablauf betrifft.

Ähnliches hab ich ja seinerzeit in meiner berüchtigten Studentenandacht (mit den drei Kühen die ich während dieser köpfte) kritisiert.

Heute würde ich es differenzierter rüberbringen.

Ja auch Pfingstgemeinden und andere noch so freie Freikirchen haben eine Liturgie in Form einefesten Ablauf-Ordnung. Wehe die bringt einer durcheinander – was Lobpreis nach der Predigt? Also Ideen haben die jungen Leute. Aber dann könnte man doch im Lob und Gebet auf die Prdigt antworten...! naja aus AUSNAHME könne wir das ja mal probieren, aber die Musik bleibt und Ansagen wie gehabt vor der Predigt

Ich nannte den Ablauf damals in der Predigt die "heilige Kuh" unserer gottesdienste (die andern Kühe waren das "Goldene Kalb der sog. Lobpreismusik" und der "Pfingstochse Zungenreden") ich hab diese Dinge nicht als schlecht bewertet, ich hab nur ihre Praxis und ihren Stellenwert in den Köpfen der Gemeindemitglieder kritisch durchleuchtet.(ich finde das sollte vor lautern angehenen Gemeindeleitern angebracht sein)

Man sollte sich nicht an diesen formen festbeißen habe ich gesagt.

Klar das gab ärger, (vor allem die provokanten Bezeichnungen und das Schlachten dieser 'Heilgen Familie' während des Vortrags der Predigt, durch Abschlagen des Porzellankopfes nach Abschluss des jeweiligen Punktes).

Nun heute würde ich kalt machen das das ja alles nur Formen sind und deswegen man fähig sein muss davon auch mal Abstand zu nehmen, weder eine bestimmte Musikrichtung, noch ein Ablauf, noch eine Manifestation wie Glossolalie (=Zungenrede) sind das Wesendliche.

Ich habe behauptet und stehe im Prinzip noch immer dahinter, das diese Punkte (und auch andere) teilweise für einige zum Götzen werden.

Wie Götze also zumindest die Zungenrede kommt doch von Gott wie kann das zum Götzen werden?

Genauso wie die „eherne Schlage“:

2. Kön 18:4 Er tat die Höhen hinweg und zerschlug die Bildsäulen, und rottete die Aschera aus, und zertrümmerte die eherne Schlange, welche Mose gemacht hatte; denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder Israel ihr geräuchert, und man nannte sie Nechustan.

Nechustanie konnte man es nennen wenn Gottgegebenes oder Gottgewolltes götzenhaft missbracuht wird

(ui kann ich mir den Begriff schützen lassen – Simonie nach Simon dem Magier [Apg] hat sich ja auch durch gesetzt.)

Also alles nur Form und dessen sollte man sich ruhig bewusst sein dann besteht die Gefahr auch nicht dass man den Stellen wert dessen zu sehr erhöht.

So geht es ja ach mit den Baptisten oder Pfingstlern oder Jesus Freaks mit der Liturgie nur weil die keine Versiklen haben und keine festen Gebete (nicht mal das Vater unser – obwohl die Freaks schon) heißt das noch lange nicht das die keine Liturgie haben.

In meiner ersten Gemeinde (BFP, also pfingstlich) wurde das Abendmahl (oh da gibt es doch feste Einsetzungsworte bei fast allen) mit kleine Schluckgläsern gefeiert, so das alle gleichzeitig trinken können. Eein der Ältesten behauptete das wäre die einzig richtige Art Abendmahl zu feiern wegen dem Gemeinschaftsaspekt – nicht diesen komishe nacheinander wie es z.B. die evangelsiche Kirche mit ihre Wander- oder Kreisabendmahl bei dem jeden nacheinander für sich den Kelch bekommt.

Da hat er wohl recht, na son scheiß da hat Jesus das Abendmahl ja total falsch gemacht, als er den Kelch nahm und weiterreichte.

Liturgie ist noch mehr! Liturgie ist die rechte Ordnung im Gottesdienst – eigentlich Dienst an der Gemeinschaft (v. griech.: λειτουργία leiturgia ‚öffentlicher Dienst‘, aus λειτóς ‚öffentlich‘ von λαός/λεώς‚ Volk/Volksmenge' und ἔργον érgon ‚Werk‘, ‚Dienst‘) Luther hat Liturgie einfach mit „Gottesdienst“ übersetzt.

Der Aufbau einer Kirche (bei den klassischen auch die Ausrichtung nach Osten) aber eben auch Altar- oder Kanzelbereich, hier das Wort da die Musik, im Gottesdienst wird kein Picknick gemacht, bei der Evangeliumlesung steht man auf, oder auch beim Segnen, - vielleicht reicht man man sich dabei die Hand oder man geht beim Beten auf die Knie oder hebt die Hände oder faltet sie oder schließt die Augen oder bestimmtes Abendmahl geschirr (man kann ja auch Pappbecher nehmen) oder oder oder

DAS ALLES ist Liturgie und da sind somit also auch die freiesten Gottesdienste voll von.

Und ja Sammy du hast recht das ist alles nur Form! Äußerlich.

Aber Formen sind nicht unwichtig, denn sie helfen uns.

Man kann auch mit offenen Augen konzentriert sein, aber das schließen hilft sich zu sammeln. Ebenso das Falten der Hände.

Und auch die sog .Lobpreismusik hilft sich zu freuen im Herrn und zu jubeln – aber ist das was wir hier im Gethsemane-Kloster machen nicht auch Lobpreis? Ohne Instrumente, Gregorianischer Gesang psalmodierte Psalmen aus der Bibel?

Ein Schüler von Beröa meinte mal in der Landeskirche könne er nicht Lobpreisen, bei der Kirchenmusik würde er eher depressiv als das er fröhlich werde.

Provokant wie ich bin hab cih ihn herausgefordert, sich mal am Herrn zu erfreuen statt an den Harmonien der Songs.

Nebenbei, ist ein Lobpreis vor der Predigt überhaupt möglich? Nein den die Predigt ist Lobpreis und damit geht es weiter.

Auch eine gute Liturgie ist Lobpreis. Aber auch nur eine äußere Form. Beides sollte man nie vergessen.

Solche Formen sind wichtig denn sie schaffen Räume und erleichtern einem vieles. z.B .die Kontemplation oder auch Freude zu empfinden oder rRhe weil ich geborgen bin und keine angst haben muß was unpassendes zu tun, da ich weiß was gleich kommt. (Uneingeweihte kann eine Liturgie so natürlich auch verunsichern.)

Wir brauchen solche Räume und es ist wichtig sie zuzulassen und auch sie zu schaffen mal für andere, mal für sich selber.

Seien wir uns bewusst das wir solche Formen haben und auch das wir sie brauchen nur dann könne wir sie nutzen, und wenn wir sie kennen und verstehen und auch bewust sind das es Formen sind, dann verhindert das vielleicht sogar Nechustanie.

Dienstag, 8. Februar 2011

Tag 16 -Lebe im Jetzt - Erfahre den Augenblick

Monastische Lebensform lehrt den Moment zu erleben.

Wie gesagt die Klosterregeln, (ich stütze mich dabei hauptsächlich auf die Regeln des hl. Benedikt (RB)) wollen ja ein abgesondertes Leben ermöglichen, das anders weil bewusster ist aal das des Alltags außerhalb der Klostermauren.

So eben auch das kanonische Stundengebet, bei dem es wie gesagt nicht um die spezielle Uhrzeit geht, auch wenn die heutige Praxis auch in den meisten Klöstern auf die Uhr umgestellt hat. Genaugenommen wurden Uhren entwickelt, um die klösterlichen Gebetszeiten genauer zu bestimmen (so wird halt alles zur äußeren Regel wenn die Zeit dran nagt).

U(h)rsprünglich ging es um die richtige Zeit, die passende Zeit den rechten Augenblick. Das was die alten Griechen mit Kairos bezeichneten. Kairos in der Mythologie hatte ne Punkfrisur, ungefähr so wie die Chinesen in den Kufu-Filmen: Glatze und auf dem Hinterhaupt 'nen Zopf. Und an dem konnte man ihn schnappen wenn er vorbei huschte – so wie eben den rechten Moment.

Wenn Benedikt in seiner Regeln beispielsweise für den Winter festlegt: Die Vesper aber wird so angesetzt, dass man bei Tisch (es geht um die anschließende Mahlzeit) kein Lampenlicht braucht viel mehr muss alles noch bei Tageslicht fertig werden.(RB 41,8) oder das die Laudes zum Tagesanbruch zu halten ist (RB 8,4) usw. dann wird klar ds es nicht darum geht um 7:00 Uhr zusingen dun beten sondern zur Richtigen Stunde. Zur zeit haut das hier mit der Laudes hin, während wir sie halten geht die Sonne auf.

Die Stundengebete charakterisieren den Tag die Zeit, Laudes bedeutet die Sonne geht auf, der Tag bricht an. Die Prim (findet hier nicht statt) würde den Beginn des Arbeitstages anzeigen „es geht los - der Tag hab begonnen“ etc.

Oft leben wir immer und zu allen Zeiten nur nicht im Augenblick. „Was habe ich gestern mit Herrn Peters besprochen?“ „Wie bringe ich Marianne bei das ich den Termin absagen muss?“ „Hab ich auch an alles gedacht „ich darf nicht vergessen nach her noch zu tanken“ „Was hat mich eben dieser Typ auf dem Gang geärgert!“ Wenn ich nach her meinen Text fertig getippt hab, kann ich mich richtig freuen“ und was weiß ich was einem so alles durch den Kopf fließt.
Das könne auch ruhig fromme Gedanken sein, aber sind es die Gedanken des Augenblicks, erleben wir damit das Jetzt? Nein

Im Film KungFu Panda sagt die alte weiße Schildkröte (ich vergess leider imemr ihren Namen) die Vergangenheit ist Legende, die Zukunft nur ein Gerücht... doch wann ist jetzt?

JeeeeeeettzzzzzT mist schon vorbei.

Chronologisch gesehn existiert kein Jetzt

wo sollte das den sein? Zwischen Vergangenheit und Zukunft liegt nix die berühren sich, wir könne die vermeintliche Lücke dazwischen nicht festmachen, uns nur von beiden Seiten unendlich nähern am Schluss bleibt nix übrig.

Das ist wie mit dem Jahre Null das es ja ach nicht gab es gab 1 vor Chr und 1 nach Chr. - kein 0

oder 24 Uhr die Uhr zeigt 0:59 du 9999 irgendwastel an und sobald sie auf 24 umschlägt ist es schon 0 Uhr und irgendeine Zeiteinheit danach 24 Uhr gibt es genau wie das jetzt nicht mal ein my lang, übrigens dafür sitzt dieser Schnörkel unter dem M auf eurer Tastatur µ das my

ok also wie kann ich dann im Jetzt leben wenn es gar nicht existiert? (existieren = wörtl. in Dasein (ge)treten)

Naja es existiert eben schon nur nicht im Zeitablauf. Es ist transzendent. Es ist ein Stück Ewigkeit.

Ewigkeit ist ja auch nicht einfach ein endlos lange Zeit – sondern dann wenn keine Zeit ist.
Ok sehr Metapysisch und damit in Worten paradox und verwirrend – auch wenn Wittgenstein meinte worüber man nicht reden kann muss man schweigen versuch ichs dennoch

Löse dich von der Zeit wenn du versuchst Vergangenheit und Zukunft loszulassen das bleibt eben nix von dieser Welt mehr übrig, aber dafür tritt das jetzt in Erscheinung.

Genieße das Jetzt reine Emotion, nicht einortbar, weil wir in unserem Denken an Zeit gebunden sind. Der Moment hat (um ernst Cassierers Worte zu benutzen) symbolische Prägnanz und die symbolische Form der Sprache verändert ihn.

Die Prägnanz zählt. Praegnans = lateinisch Fruchtbarkeit/Ergiebigkeit

Die muss man wahrnehmen mehr nicht Grammatik ordnet und zerstört das erfahrende. Mit Sprache, auch gedachte und vorbewußte, wird es zwar festgehalten, man kann sich dran erinnern und sogar darüber reden und sich mit anderen austauschen. Aber du soltl ja nicht tauschen, du brachst auch nicht halten, erlebe einfach.

Das ist schwer und klappt meist nur ansatzweise (sebst bei alten Mönchen) aber dieser Ansatz ist Gold wert.

Ich bin überzeugt, wenn man es versucht erlebt man diesen Moment und kommt im Jetzt an. Jeder sollte versuchen dieses einmal am Tag zu tun – den Moment, wahrzunehmen in seiner Einzigartigkeit.

Es hilft auch scih auf das zu konzentrieren was geraden dran ist wie man so schön sagt. Also wenn ich her morgens in der Laudes Psalmen singe, dann sollte ich Psalmen singen und nicht überlegen was ich euch darüber abends schreibe.

Genauso kann man im Alltag dranbleiben. Wenn du zum einkaufen gehst gehe einkaufen und überlegen nicht, ob du das Bügeleisen ausgemacht hast. Das soll kein Aufruf zur Leichtfertigkeit sein im Gegenteil: wenn du während du bügeltest beim bügeln warst und während des Aufräumens beim aufräumen HAST du das Bügeleisen ausgeschaltet und musst dich beim einkaufen nicht ums bügeln und aufräumen kümmern.

Klar das geht nicht immer weil du während des Bügelns eine Anruf bekamst und dann merktest wenn du jetzt nicht sofort einkaufen gehst klappt's gar nicht mehr weil danach kommen die Kleinen aus der Kita und dann sind die dran und deswegen hörst du jetzt auf da du das Hemd für die Konferenz morgen ja gebügelt hast wie dus gestern versprochen hast und der Rest kann liegenbleiben und du geht eben jetzt schnell los...
und zack Vergangenheit und Zukunft brechen über dich rein und du kannst nicht bei der Sache bleiben.

Eine Klosterregeln und vor allem das Stundengebet wollen Rahmen geben immer mal wieder Gelegenheit zu schenken sich auf den Karos der „Stunde“ ein zulassen. Den Tag zu begrüßen oder die Nacht welche der Herr jetzt gerade schenkt. Seine Gegenwart - sowohl die des Moments als auch die des Herrn – zu genießen.

Wie gesagt der Alltag ist kein Klöster. Soll er auch nicht. Das Klöster ist was besonderes, für Leute die sich diesem besonderen verschrieben haben (und gegen die Welt eintauschen) oder eben wenn Einkehren möglich sind, für Menschen die ein Auszeit suchen, die Hilfe brauchen anzukommen m das jetzt zu finden.

Aber wenn wir bewusst und entsprechend einrichten, können wir im Alltag von den Erfahrungen der Mönche (aller Religionen denn diese Erfahrungen sind klostertypisch nicht religionstypisch) was erleben und das Leben sub specie aeternitatis anzushen wie es in der christlichen Spiritualität heißt – vom Gesichtspunkt der Ewigkeit.

Einmal am Tag spüre und genieße den genialen Augenblick der so nur für dich existiert, ins Dasein tritt.

Und suche dir eine Tätigkeit raus und widme dich ihr ganz - age quod agis – tue was du tust

die Kapelle für Laudes und Vesper
(aus einem Prospektdes Klosters)

tipp

rechts bei der Liste "freundes blokke" findet ihr undter - kein blog, aber ein wunderbarer spiritueler Ort" den link zur homepage dieses klosters

Montag, 7. Februar 2011

tag 13 bin wieder da

Internet geht wieder.


Und mir geht’s natürlich gut bin hier ja gut aufgehoben.

Ich hab mir in den Offline-Tagen abends Notizen gemacht was mich noch so bewegte, ich kann meine Gedanken ja auch nach meiner Rückkehr noch nieder schreiben und weiter veröffentlichen.

Auch wie es mir mit meiner Hoffnung erging irgendwas von hier mit in meinen Alltag zunehmen.

meine bescheidene Klosterzelle ist wunderschön
Oder ein paar Gedanken werde ich auch in meine Arbeit mitnehmen. Abgesehen davon das ich ja letzte Woche viel in der Küche half und ich da auch manches von bei der Hamburger Tafel – Kochgruppe, die ich bei der Arbeit mitleite einführen möchte, weil ich glaube das sie unseren Klienten zu gute kommen. Die Gruppe hat ja auch ein stark sozialpädagogischen Auftrag.

Aber eines der wichtigsten Themen das ich bei der Arbeit mit den Klienten (bei der Koch Gruppe und vor allem meinen Klienten, die ich einzeln betreue) mitnehmen werde ich auch das über das ich heute hier im Klostertagebuch schreiben möchte.

Dankbarkeit

Ich habe ja schon lange einen Hang, bzw. Interesse an monastischem Leben bzw. monastischer Lebensführung.(dazu evtl. später mal mehr). Was relativ klar ist an dem Lebensstil der Mönche, ist die Demut und Bescheidenheit. Die Benediktiner Regel auf der fast alle Klöster- bzw. Ordensregeln der westlichen Welt aufbauen (selbst die Ostkirchen sind von ihr beeinflusst) regelt ja das Leben nach Maß. D.h. Zum einen eben das Leben nach dem Maßgaben des kanonischen Stundengebetes, das den Tag einteilt, und zwar anders und natürlicher als es eine Uhr oder ein Wecker tut (zumindest von ihren Grundgedanken - heute werde auch diese Zeiten meist von einer Uhr die die Glocke steuert „fremdbestimmt“ - aber auch davon werde ich noch zu berichten wissen).

Zum anderen ruft die Ordnung auch zum Maßhalten in allem auf, im Sinne von Bescheidenheit. Sei es essen und trinken, sei es Eigenbesitz etc.

Diese Bescheidenheit führt auf direktem Weg zu Dankbarkeit.

Br. David Steindl-Rast OSB (= Benediktiner) schreibt: Je weniger du hast, desto mehr schätzt du das was du hast. Wenn alles unwesentliche wegfällt erkennst du erst, wie sehr du mit Den Gaben des Lebens erfüllt bist.

Ist erstmal natürlich ein Binsenweisheit und nichts wirklich neues für denkende Menschen.

Auf Facebook fragte die Tage der Pastor meiner ehemaligen Gemeinde: Was ist das schönste was du je gesehen hast? „Das Lächeln eines schlafenden Kindes“ war eine der antworten de mcih seh Ansprach, ich dachte dann was Antwortest du? Hm – es gibt großartige Naturschauspiele, Formationen und Landschaften, als auch Momente wie geniale Sonnenauf- und untergänge oder Wolkenformationen vor dem Mond, ein Klarer Sternenhimmel. Ich danke an besondere Menschen an anrührenden Beobachtungen von großartigem menschlichen Verhalten.

Letztendlich stellte ich fest, das diese zwei Wochen hier meine Blick geschärft haben, den Blick für das JETZT das jetzt ist was transzendentes den auf meiner Uhr gibt es kein Jetzt. (davon berichte ich morgen).

Ich antwortete "die Gruppe Rotkehlchen die heute morgen in den Büschen vor meinem Fenster balzten.“

Leute das waren Farben, sind die immer so leuchtend rot? Ich hatte die eher blassrot in Erinnerung, naja vllt nur zur Balz oder hat jemand ornithologisch genauere Infos dazu für mich?

mein Fenster zum Glück
Jedenfalls hier ist es ja ruhig die Straßen sind so weit weg, das die nur ein kleinen Hintergrundrauschen verursachen, das der Wind oft schon übertönt. Dadurch das ich hier nicht ständig abgelenkt bin ist meine Wahrnehmung schärfer. So entdeckte ich diese Piepmätze heute morgen beim flüchtigen Blick aus meinem Fenster und verweilte ihnen zuschauend und ich freute mich daran, wie sie leuchteten und zwitschernd von Ast zu Ast hüpften. Später pickten unter den Sträuchern kleine Meisen im Boden nach Essbarem. Bezaubernd diese kleine hübschen Dinger. Schon vor ein paar Tagen fesselten mich zwei dieser Kleinen die beim Spazierengehen über mir in einem Baum krakelten. Da wir die letzten Tagen (und Nächten) heftigen Sturm hatten und es saukalt war genossen die Vögel offensichtlich den klaren wolkenfreien Himmel und den dadurch bedingten Sonnenschein. (auch ich bin heute zum Lesen und konzipieren für mein Arbeit in Sozialarbeitspolitik auf ein Bank in die Sonne gegangen).

Wann habe ich mich das letzte mal an der Natur so gefreut? Selbst die unscheinbare Amsel zwischen den Meisen war wunderschön.

Was erwarte ich sonst damit ich etwas schön finde? Das Germanys Next Topmodel an mir vorüber geht? Also die Antwort auf die Frage des Pastors, das es das Lächeln eines schlafenden Kindes sei; oder ein Freundin schrieb einfach: „meine Kinder“ finde ich auch sehr gut. Auch das ist Bescheiden dankbar sein für das was einem geschenkt ist. Von Br. Steindl-Rast las ich heute morgen bei meiner privat Laudes (zur Erinnerung, montags gibt es hier nur gemeinsame Vesper):
Wir denken, Menschen seien dankbar weil sie glücklich sind. Aber stimmt das denn auch? Wenn wir genauer hinsehen, werden wir feststellen dass Menschen glücklich sind weil die dankbar sind. Dankbarkeit als Grundhaltung wird zur Quelle des Glück. Alles andere ist instabil keine Basis, denn nicht immer bekommen wir großartiges das leben besteht nicht aus einem Gipfel der Hochstimmung ach dem anderen. Das Leben ist weder ein Ponyhof, noch bewohnen wir das Barbie-Traumhaus. Für meine Hausarbeit in Sozialwissenschaften, (ist ist übrigens seit Freitag fertig) wurde ich von den Nobelpreisträger Amartya Sen in seinem neusten Buch auf eine Aussagen von meinem geliebten Aristoteles aufmerksam gemacht: Reichtum ist gewiss nicht das oberste Gut. Er hat nur einen Nutzwert: Mittel für andere Zwecke schreibt er in sein Nikomachischen Ethik (Nikomachos war sein Sohn und ihm hat er das Werk als Hinterlassenschaft gewidmet). Und so schreibt Sen, dass Begünstigung sich nicht adäquat an Einkommen oder Wohlstand messen lässt ...es ist auch kein zuverlässiger Indikator für gutes oder privilegiertes Leben.

Aber an solchen unzuverlässigen Äußerlichkeiten machen wir unser Glück eben oft fest.

Der Mönch oder Besucher im Kloster mag das eher spüren worauf es ankommt, er ist angehalten bescheiden zu leben ,er ist darauf angewiesen sich an anderem als nur Besitz oder als großartig vermarktetem zu erfreuen. Und dazu bietet die Welt so viel.

Noch einmal (dann ist auch Schluß) Br. David Steindl-Rast: Die Maßlosigkeit der Überflussgesellschaft ist da genaue Gegenteil. Im englischen Wort „affluence“ ist die lateinischen Wurzel 'affluentia' das zufließen nch deutlcih zu erkennen, es bedeutet, dass das, was hinzufließt nicht mehr überfließt [ich würde sagen abfließt]. Unsere Überflußgesellschaft hält das hinzufließende zurück in dem es einfach die Behälter vergrößert, wenn es gerade wie in den Schalen eines Brunnens überfließen möchte sich über den Rand ergießen in wunderschönen Wasserkaskaden. Die Wirtschaft der Überflußgesellschaft erfordert, das die Dinge die letztes Jahr für uns was besonderes waren, jetzt als selbstverständlich erachtet werden, somit wird der Behälter größer, und damit wird die Freude am Überfließen, die Dankbarkeit immer wieder hinaus geschoben. Wenn wir aber das Gefäß kleiner machen, in dem wir unsere Bedürfnisse einschränken dann fließt es schneller über, und damit wird uns die Freude er Dankbarkeit früher geschenkt. Es ist das Überfließende was in der Sonne funkelt.

Wow ein schönen Bild.
Naja das ist was ich oft bei den Klienten vermisse, statt dankbar zu sein eine Apfel umsonst von der Tafel zu bekommen, verschmähen sie ihn und sind undankbar weil er eine kleine abschneidbare Druckstelle hat.
- Naja vielleicht lehrt einen das D-Promi Djungel-Camp das man dankbar sein darf keine Känguru-Schließmuskeln essen zu müssen oder das man selber nicht 14 Tage das Abgeläster von Frau Zitlow ertragen muss, um mal kurz von sein Gläubigern in Ruhe gelassen zu werden (so gesehen ist das Camp für einige Teilnehmer bestimmt ne Verbesserung) aber eigentlich lenkt dieses Übermaß an Medien nur ab vom wesentlichen und gaukelt uns unerreichbares vor womit es Unzufriedenheit und Undankbarkeit generiert.

Ich mache meine Klienten das nicht zum Vorwurf die Gesellschaft lehrt einen das so (gibt’s ja sogar erschreckende Untersuchungen drüber) aber ich weiß das durch die mangelnde Dankbarkeit die Freude fehlt und der Freudmangel viele krank macht oder krank hält. Das kann man wohl nicht interpunktieren, ob nun die Krankheit freudlos machte oder die Freudlosigkeit krank aber ich weiß, außer bei Depressionen, wo die Einstellung dergestalt nicht steuerbar ist ist eine Entscheidung für Lebensfreude der Ausweg aus vielen psychischen Problemen.

Bescheidenheit und Maßhalten führt zu einer erneuerten Wahrnehmung, diese schärft die Dankbarkeit und das ist das Geheimnis den Glücks.


In diesem Sinne Danke das es euch gibt. Es war mir wieder eine Freude